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Marketing-Wettbewerb 2002

Wegfall des Rabattgesetzes – was nun?

Eine Studie der Fachschule des Möbelhandels mit dem Thema „Wegfall des Rabattgesetzes – was nun?“ dokumentiert das Missverhältnis zwischen Kundenansprache und Kundeninteresse. Anders als vermutet, hat die ersatzlose Streichung des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung zum 1. August 2001 nichts verändert. Der Kunde erwartet ästhetisch aufbereitete Informationen. Der Handel verramscht die Möbel nach wie vor zum Tiefstpreis.

Wer vor einem Jahr den Stimmen der selbstberufenen Mittelstandsschützer vertraute, musste sich auf den Untergang des Abendlandes gefasst machen. Die Ursache: Das Aufhebungsgesetz zur Abschaffung des Rabattgesetzes sowie der Zugabeverordnung trat ab 1. August 2001 in Kraft. Die apokalyptischen Visionen zeichneten ein Szenario, wonach bei Fortfall der 70 Jahre alten Gesetze alle Verbraucher in orientalischer Basarmanier den Handel mit existenzgefährdenden Rabattforderungen überziehen würden.

Weit gefehlt, fand jetzt eine Projektgruppe der Fachschule des Möbelhandels in Köln heraus. Auf Initiative der Josef Lauten Stiftung, Rheda-Wiedenbrück, analysierte sie in einer gründlichen Studie, was sich nach dem Wegfall des Rabattgesetzes im Möbelfachhandel geändert hat.

Marketing-Dozent Karl-Heinz Kams (2. von rechts) zusammen mit der Projektgruppe der Studenten Henry Baase, Caterina Böhm, Katalin Dobos, Rene Jacobs, Rita Macaluso, Britta Niehoff und Holger Scheewe bei der Präsentation der Studie am 18. April 2002 in der Fachschule des Möbelhandels, Köln.

Foto: Möfa

Möbelhändler favorisieren den Preiswettbewerb. Leider interessiert sich nur jeder fünfte Käufer vorrangig für den Preis.

Studie: Möfa

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